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Lokale Entwicklungsstrategie

Die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) beschreibt die Entwicklungs- und Handlungsziele der Lokalen Aktionsgruppe, die sich die Region Schwäbisches Donautal für die Förderperiode 2014-2020 gesteckt hat. Die LES umfasst zudem eine Evaluierung bisheriger Konzepte und eine Stärken- Schwächen-Analyse, aus der abgeleitet wurde, in welchen Bereichen der meiste Handlungsbedarf besteht. So sind Ziele entstanden, die auf die Bedürfnisse der beiden Landkreise angepasst sind.

Die über den Evaluierungs- und Beteiligungsprozess entstandenen fünf Entwicklungsziele mit ihren Handlungszielen haben trotz zunächst sektoraler Orientierung (EZ 1-3) starke thematische Überlagerungen und damit Verzahnungen. Die gewählten Entwicklungsziele integrieren Akteure mit entweder unterschiedlichen Interessenslagen oder bislang wenigen Berührungspunkten bei gleicher Zielsetzung. Um dieser Ausgangssituation, die in hohem Maße der Größe des Gebietes geschuldet ist, Abhilfe zu verschaffen, wurden Kommunikation, Bildung und Vernetzung auf Entwicklungszielebene gehoben (EZ 4-5). Damit wird auch dem Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen, mehr voneinander sowie den Angeboten, Initiativen, der Qualität und den Eigenheiten der Region zu erfahren. Der Wunsch ist, auf dieser Basis zur Zusammenarbeit zu finden.

Aktuelle LES Schwäbisches Donautal Der Weg zur LES Bürger- und Räteworkshops Workshop Kultur-Natur-Tourismus Workshop Daseinsvorsorge Workshop Umwelt-Naherholung-Landwirtschaft

Entwicklungs- und Handlungsziele

EZ 1: Gut und gerne leben in zentraler Lage zwischen den Metropolen – ein Leben lang

  • HZ 1: Unterstützung bedarfsorientierter, nutzer- und klimafreundlicher Mobilitätsangebote und Infrastruktur
  • HZ 2: Förderung von generationenübergreifendem, attraktivem Leben und Wohnen auf dem Land
  • HZ 3: Schaffung von Unterstützungsmaßnahmen für ein langes selbstbestimmtes Leben für Senioren und deren Angehörige sowie eines inklusiven Umfeldes für Menschen in besonderen Lebenslagen
  • HZ 4: Umsetzung von Maßnahmen die Kinder, Jugendliche und Familien auf dem Land Wurzeln schlagen lassen.
  • HZ 5: Förderung von Initiativen, die günstige Rahmenbedingungen für Zuzug und Integration für Menschen mit Migrationshintergrund in den Kommunen schaffen
  • HZ 6: Förderung von bodenständigen wie modernen Kultur- und Geschichtsangeboten, die Verwurzelung in der Region ermöglichen

EZ 2: Flusslandschaften, Seen, Auen und Moore mit Naherholung und Tourismus in-Wert setzen – aber in Naturqualität

  • HZ 1: Verbesserung der Gesamtwahrnehmung des Naturraums und dessen schonende Erschließung und zur Vermittlung von authentischem Naturerlebnis
  • HZ 2: Weiterentwicklung und gezielte Ergänzung der Infrastruktur hin zur Qualitäts-Rad- und Freizeitregion Schwäbisches Donautal
  • HZ 3: Impulsgebung und gesteuerte Entwicklung von Naherholungsangeboten im Kontext „Wasser“ bzw. Spiel und Spaß in der Natur
  • HZ 4: Optimierung der touristischen Dienstleistungskette und Schaffung von Impulsen für private Investitionen und Angebotsgestaltung für das Marketing
  • HZ 5: Koordination, Vernetzung und Anschub des Marketings zum Natur- und Radtourismus

EZ 3: Mit ländlicher Wirtschaft, Klima- und Naturschutz neue Wege beschreiten – auch gemeinsam

  • HZ 1: Einführung von Instrumenten zur Harmonisierung von Nutzungsinteressen und Naturschutzzielen
  • HZ 2: Die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft erhalten, weiterentwickeln und durch spezielle Produktveredelungen und Vermarktungswege in Wert setzen
  • HZ 3: Start von Initiativen um Handwerk, Handel und Dienstleistung im Dorf zu haben und als Arbeitgeber attraktiv zu machen
  • HZ 4: Qualifizierte Mitarbeiter auf dem Land halten und ein systematisches Rückkehrer- und Zuzugsmanagement betreiben
  • HZ 5: Energieberatung, -management und Einführung regenerativer Energien flankierend unterstützen

EZ 4: Mit mehr Wissen gemeinsam hinter die Dinge schauen und damit Grenzen überwinden und Konflikte lösen – für uns und den Fortschritt der Region (Querschnittsziel)

  • HZ 1: Ausbau der Kommunikationsinstrumente zum regionalen Austausch und zum besseren Verständnis füreinander
  • HZ 2: Ausbau und Ergänzung von Bildungsmaßnahmen im Bereich Daseinsvorsorge, Natur & Umwelt, Beschäftigung und Verbraucheraufklärung
  • HZ 3: Vertiefung des Kultur-, Natur- und Geschichtsbewusstseins der Bevölkerung zur Stärkung des regionalen Selbstbewusstseins und als Impulsgeber für Kulinarik, Brauchtum, Architektur

EZ 5: Die Plattform der Region für Austausch und Kooperation weiterentwickeln – hier und im ganzen Donauraum

  • HZ 1: Installierung eines handlungsfähigen LAG-Managements zur Sicherstellung der Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie bis 2020
  • HZ 2: Steigerung der Wahrnehmung des regionalen Entwicklungsprozesses mit Fokus auf die Entwicklungsziele
  • HZ 3: Förderung der interkommunalen und interregionalen Zusammenarbeit und Vernetzung insbesondere im Kontext der internationalen Donaustrategie